Thomas Marutschke steht mit der Arbeit in seinem Studio Trashline für eine zeitgenössische lebendige, farbige Formensprache und gestaltete das aktuelle Motiv der Messe mit einer strahlenden Grafik. Der Künstler benutzt ausschließlich Vektorgrafiken für seine Werke: Zeichnungen, Flächen und Formen werden dabei als sogenannte Pfade angelegt. Während das Pixeln von Fotografien Grafiken zum Teil erhebliche Datenmengen produziert und abweichende Formate neue Berechnungen erfordern, lassen sich Vektoren ohne Verlust mit kleinen Dateien in jedes beliebige Format bringen. So entsteht beispielsweise selbst bei einer extremen Vergrößerung kein »Sägezahneffekt«. 

Bei längerer Betrachtung sind auf der Grafik des Künstlers viele Details zu entdecken: BDK wie BuchDruckKunst, die 22 für das Veranstaltungsjahr, das Wörtchen »book«, die Ansichten von Bücherstapeln, das Logo der Stiftung Historische Museen Hamburg, zu der das Museum der Arbeit gehört. Das Feld über dem »K« zeigt das abstrahierte Konterfei von Johannes Gutenberg, der Buchstabe K selbst ist sein Körper mit Armen und Beinen. Auch seine Druckpresse ist neben fließender Farbe dargestellt. Hinzu kommen Bildelemente mit Rasterpunkten, Testfeldern, Sensoren, Schachbrettmustern – alles basierend auf der Anordnung eines klassischen Setzkastens, der auch ein lachendes Gesicht enthält. Das auf den ersten Blick abstrakte Wimmelbild lädt zu vielen weiteren Assoziationen ein: Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren ortsansässigen Drucker oder Augenarzt!