Presseerklärung zur BuchDruckKunst 2022:

Alles auf Anfang!

Auch wenn die Pandemie noch nicht überstanden ist: Persönliche und gesellschaftliche Krisen sind eine Gelegenheit, frischen Wind aufkommen zu lassen, den Staub wegzublasen, Altes zu entrümpeln und den Kopf für Neues freizubekommen. 

In diesem Sinne präsentiert die Messe für Erlesenes auf Papier neue Aussteller wie den jungen Künstler Lukas Weiß aus Leipzig, der im wahrsten Sinne des Wortes klotzt und nicht kleckert: Für seine großformatigen Unikatdrucke benutzt er Parkett-Stäbchen, die er nach dem Einfärben zu einer Druckform zusammensetzt. Sein Werk »Verbindung« besticht durch die Kunst des Weglassens: Die weiße Fläche zwischen den Hölzern wird zu einem imaginären Laptop, ein Null-Medium, daß nur durch die Fantasie des Betrachters gefüllt werden kann.

Thomas Marutschke steht mit der Arbeit in seinem Studio Trashline für eine zeitgenössische lebendige, farbige Formensprache und gestaltete das aktuelle Motiv der Messe für Erlesenes auf Papier mit einer strahlenden Grafik. Es gib viele Details zu entdecken: BDK wie BuchDruckKunst, die 22 für das Veranstaltungsjahr, das Wörtchen »book«, die Ansichten von Bücherstapeln, das Logo der Stiftung Historische Museen Hamburg, zu der das Museum der Arbeit gehört. Das Feld über dem »K« zeigt das abstrahierte Konterfei von Johannes Gutenberg, der Buchstabe K selbst ist sein Körper mit Armen und Beinen. Am unteren Bildrand ist überlaufende Farbe und eine Druckpresse zu erkennen. Hinzu kommen Bildelemente mit Rasterpunkten, Testfeldern, Sensoren, Schachbrettmustern – alles basierend auf der Anordnung eines klassischen Setzkastens, der auch ein lachendes Gesicht enthält. Das auf den ersten Blick abstrakte Wimmelbild lädt zu vielen weiteren Assoziationen ein: Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren ortsansässigen Drucker oder Augenarzt!

Lithografie, Radierung und Buchdruck werden von den ehrenamtlichen Fachleuten in der Grafischen Abteilung des Museums vorgeführt. Auch Schriftgießer, Setzer, Papiermacher und Buchbinder demonstrieren ihr Handwerk. dabei darf nicht nur zugeschaut, sondern auch oft mit angefaßt werden!

Stiftung Historische Museen Hamburg | Museum der Arbeit 

Freitag, 1. 4. 2022: 17 – 21 Uhr, Eintritt 9.- Euro

Samstag, 2. 4. 2022:  10 – 18 Uhr, Eintritt 12.- Euro, erm. 9.- Euro  

Sonntag, 3. 4. 2022:   10 – 17 Uhr, Eintritt 12.- Euro, erm. 9.- Euro  

Im Eintritt ist ein umfangreiches Magazin enthalten!

Thomas Marutschke: bookart (druckfähiges PDF, © Thomas Marutschke | STUDIO TRASHLINE)

Hier können Sie weitere Bilder für Ihre Publikationen – mit Angabe des Copyrights! – finden und in druckfähiger Auflösung herunterladen (siehe Links unter der Galerie):

Lukas Weiß: Verbindung (Courtesy Galerie J. J. Heckenhauer, München)

Christian Wöhrl: Elbphi (© Christian Wöhrl)

Barbara Beisinghoff: Blues (© Barbara Beisinghoff)

Heike Negenborn: Carus (© Heike Negenborn)

Ali Schindehütte: Salzstraszenblues (© Ali Schindehütte)

Petra Schuppenhauer: Move (© Petra Schuppenhauer)

In der Steindruck-Werkstatt (© Foto: Klaus Raasch)

Buchdrucker Walter Fischer (© Foto: Klaus Raasch)

Bleisatz-Poesie (© Foto: Klaus Raasch)

Maschinensatz mit Gerhard Stahl (© Foto: Klaus Raasch)

Linotype-Matrizen (© Foto: Klaus Raasch)

Holzletternfräse (© Foto: Klaus Raasch)